Die Bayer Prognose

Akte Bayer 04

Meister, Titel? Aw, Man! Dossier, Match Intelligence und Prediction Markets — alles zu Bayer Leverkusen.

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Bayer 04 Leverkusen
Foto: Imago Images
Teil 1
Die Akte
Triumphe, Tragödien, Erfolge und Peinlichkeiten — das komplette Club-Dossier in 12 Kapiteln.
PrologSteckbriefGood to KnowHaterLoverMIPsPNGTragischOMGFun FactsSpecialWeise Worte
Bald
Teil 2
Intelligence
KI-gestützte Match-Analyse, Teamdaten, Verletzungen und Head-to-Head-Statistiken.
KaderNächstes SpielStatistikenForm
Bald
Teil 3
Predictions
Prediction Markets, Portfolio-Management und Risiko-Analyse mit Kelly Criterion.
Directional AlphaArbitragePortfolioRisk Tools

Prolog

Was diese Seite ist — und warum

„AKTE BAYER" richtet sich an Lover und Hater der Werkself. Geschichte wird Legende, Legende wird Mythos. Und aus Mythos wird Kult. Oder Grund zum „ewigen" Fremdschämen — je nach Ereignis mal so oder eher so.

Meister, Titel? Aw, Man! Bayer Leverkusen war jahrzehntelang der Vizekusen-Verein — bis Xabi Alonso kam und 2024 die erste Meisterschaft holte. Die Werkself, finanziert von der Bayer AG, hat alles erlebt: Das Triple-Desaster 2002, Michael Ballacks Tränen, aber auch Champions-League-Nächte und Weltstars wie Völler, Ballack und Havertz. Ein Verein zwischen Konzern-Image und echtem Fußball-Wahnsinn.

Aber diese Seite geht über das reine Feiern oder Hassen hinaus. Akte Bayer ist in drei Teilen aufgebaut: Das Club-Dossier erzählt die Geschichte — Triumphe, Tragödien, Skandale, Helden und Versager in 12 Kapiteln. Die Match Intelligence liefert die laufenden Daten, die ein Profi braucht: Kader, Statistiken, Head-to-Head, Verletzungen, Form. Und die Predictions bringen alles zusammen — mit Prediction Markets.

Prediction Markets sind kein Wetten. Bei klassischen Sportwetten verliert die Masse — das Geld geht an den Buchmacher, der seine Marge eingebaut hat. Bei Wettbörsen ist es ähnlich: Provisionen auf Gewinne, Liquiditätsengpässe und Spread fressen die Rendite. Prediction Markets funktionieren fundamental anders. Es gibt keinen Buchmacher, der das Haus gewinnen lässt. Stattdessen fließt Geld von denen, die nicht wissen, zu denen, die es richtig machen — mit Risiko-Management, Portfolio-Diversifikation und diszipliniertem Kapital-Einsatz. Man kann 24/7 handeln, Positionen aufbauen und abbauen, und wartet auf die binäre Auflösung des Events. Wer es versteht, betreibt keine Spekulation, sondern systematisches Trading.

Akte Bayer ist Teil von Akte Bundesliga — dem gleichen Konzept für alle 18 Bundesliga-Vereine. Jeder Verein bekommt sein eigenes Dossier, seine eigene Intelligence, seine eigenen Predictions. Das große Ganze findest du unter aktebundesliga.net.

Steckbrief

Daten, Fakten und Ereignisse

Steckbrief – Daten, Fakten und Ereignisse

Im Februar 1903 schreibt Wilhelm Hauschild einen Brief an die Chefs der Bayer AG. Unterzeichnet von 170 Arbeitern bittet er darum, einen konzerneigenen Sportverein gründen zu dürfen. Das Unternehmen willigt ein, am 1. Juli 1904 kommt es zur Gründung des Turn- und Spielverein 1904 der Farbenfabrik, vormals Friedrich Bayer Co. Leverkusen (kurz TUS 04). Erster Vorsitzender des Vereins wird ein alter Soldat, der Major a. D. Albert Mandel, der seit 1903 Wohlfahrtsdirektor im Werk ist. Am 31. Mai 1907 wird in der Gaststätte Wiesdorfer Hof an der damaligen Kurtekottenstraße (heute Titanstraße) die Fußballabteilung des Vereins gegründet. Im Jahr 1933 tragen die Spieler anlässlich eines Aufstiegsspiels gegen Solingen 95 erstmals das Bayer-Kreuz auf ihren Trikots.

Von 1949 bis 1975 pendelt der Verein in diversen Ligen unterhalb des Profibereichs. In der Saison 1974/75 qualifiziert sich Bayer Leverkusen für die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. In einer Gruppe mit Arminia Hannover (Meister der Verbandsliga Nord) und Union Solingen (Meister der Verbandsliga Niederrhein) schafft das Team mit einem Sieg in Hannover, einer Niederlage in Solingen und zwei Heimsiegen gegen beide Gegner im Mai 1975 den Aufstieg. Im 75. Jahr des Bestehens gelingt im Frühjahr 1979 der Aufstieg in die Fußball-Bundesliga, der Bayer 04 seitdem ununterbrochen angehört. Die Bundesligamannschaft von Bayer Leverkusen trägt den Spitznamen „Die Werkself“. Länger als Bayer Leverkusen sind seit 1979 nur der FC Bayern München und Borussia Dortmund in der Bundesliga vertreten (Stand: Dezember 2019).

Bayer 04 Leverkusen trägt seine Heimspiele in der BayArena aus, die bis zur Umbenennung 1998 Ulrich-Haberland-Stadion hieß und 30.120 Zuschauern Platz bietet. Dass Bayer Leverkusen nicht gegen die „50 + 1″-Regelung im deutschen Fußball verstößt, wonach ein einzelner Kapitalanleger keine Stimmenmehrheit bei einem Verein besitzen darf, beruht auf der Gründung der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH zum 1. April 1999 (vor Wirksamwerden der 50 + 1 Regel). Das Fußballunternehmen aus Leverkusen entsteht durch Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung des Turn- und Sportverein Bayer 04 Leverkusen e. V. Da die Bayer AG den Verein zuvor mehr als 20 Jahre lang gefördert hat, darf sie durch eine Ausnahmeregelung von der 50+1-Regel – über die Erste K-W-A Beteiligungsgesellschaft mbH – alle Anteile an der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH übernehmen. Es ist die so genannte „Lex Leverkusen“ bzw. „Lex Wolfsburg“, da eine gleiche Ausnahmeregelung auch für den von Volkswagen subventionierten VfL Wolfsburg gilt. Ähnlich verhält es sich mit der TSG Hoffenheim, anders mit RB Leipzig.14

14. Siehe hierzu die Dossiers über den VfL Wolfsburg und RB Leipzig.↩

Bayer 04 Leverkusen
Abb.1.6.1 13. Mai 1979 – Der Aufstieg von Bayer 04 Leverkusen in die Bundesliga ist perfekt! Foto: Imago Images / Horstmüller Foto: Imago Images

Good to Know

Was wenige wissen

Bayer Leverkusen wird in mehr als 40 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit nie Deutscher Meister aber gerne mal Zweiter in der Tabelle. Das bringt dem Klub den Spitznamen „Vizekusen“ ein. Das ist bekannt. Dass sich Bayer Leverkusen in den letzten 30 Jahren durch drei besondere Merkmale in der Auswahl seiner Spieler ausgezeichnet hat, wissen aber nur wenige.

„Brasilianer - com muito gosto“: Kein anderer Verein hat mehr Fußballprofis aus Brasilien in die Bundesliga geholt als Bayer 04 Leverkusen. Alles beginnt im Jahr 1987 mit der Verpflichtung von Tita. Der Mittelfeldspieler, bürgerlich Mílton Queiroz da Paixão, hilft 1988 maßgeblich, dass Leverkusen den UEFA-Cup gewinnt. Ihm folgen u. a. die späteren Weltmeister Jorginho, Paulo Sergio und Lucio sowie Emerson, Robson Ponte, Zé Elias oder der legendäre Zé Roberto. Insgesamt hat Bayer 04 bis Dezember 2019 bereits 23 brasilianische Spieler unter Vertrag genommen.

„Super-Ossis“: Schneller als die Konkurrenz ist Bayer nach der innerdeutschen Grenzöffnung 1989. Wolfgang Karnath, Bayer-Urgestein und später u. a. Spielerberater von Matthias Sammer, holt im November 1989 im Auftrag von XXL-Manager Reiner Calmund beim WM-Qualifikationsspiel Österreich gegen die DDR (3:0) in Wien den ostdeutschen Superstar Andreas Thom zu Bayer. Thom wird erster DDR-Spieler in der Bundesliga, es folgen u. a. Ulf Kirsten und Heiko Scholz. Nur der Dresdner Matthias Sammer soll nicht auch noch an den Rhein wechseln. Sammer landet beim VfB Stuttgart und führt die Schwaben 1992 ausgerechnet in Leverkusen zur Deutschen Meisterschaft. „Was seid Ihr für Idioten?“, entfährt es Karnath, „mit Sammer wärt Ihr Deutscher Meister geworden!“ Urban legend has it, dass der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl gegen einen Wechsel von Sammer nach Leverkusen gewesen ist. Ob es stimmt und ausschlaggebend gewesen ist, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Karnath vertritt diese These auch noch mehr als 30 Jahre später.

„Alte Männer“: Altstars unter dem Bayer-Kreuz. Rudi Völler (1994 – 1996), Bernd Schuster (1993 – 1996) und Michael Ballack (Saison 2012/13) spielen im Herbst ihrer Karriere noch einmal für die „Werkself“. „Alles wirkte ein bisschen grau, fast lieblos“, erinnert sich Rudi Völler Jahre später in 11 FREUNDE an seinen ersten Auftritt im Haberland-Stadion am 15. November 1980 mit 1860 München (1:1), „nur hier und da verirrten sich ein paar Zuschauer.“ Dass er ab 1994 als Spieler und seit 1996 als Sportdirektor selbst maßgeblichen Anteil daran haben würde, das Plastik-Image zu verändern, kann „Rudi Nationale“ damals nicht ahnen.

Bayer 04 Leverkusen
Abb.1.6.2 Abb.1.6.2 Wolfgang Karnath (m.), der legendäre Bayer-Scout, holt die DDR-Stars zu Bayer Leverkusen. Foto: Imago Images/Horstmüller

Für die Hater

Peinliche Katastrophen und große Niederlagen

Die höchste Heim-Niederlage von Bayer Leverkusen: Die höchste Heim-Niederlage von Bayer Leverkusen (Stand: Dezember 2019) gibt es ausgerechnet in einem der vielen rheinischen Derbys. Am 14. Februar 1981 verliert Bayer 04 gegen Borussia Mönchengladbach mit 1:5. Am 21. Januar 1984 triumphieren auch die Bayern mit dem gleichen Ergebnis im Ulrich-Haberland-Stadion. Desaströs ist das 3:6 vom 29. August 2010, wieder gegen Mönchengladbach. Nie zuvor hat Leverkusen sechs Gegentore in einem Bundesliga-Heimspiel hinnehmen müssen. Ähnlich peinlich: Am 8. Spieltag der 2. Bundesliga Nord gibt es in der Saison 1977/78 ein 0:4 gegen Rot-Weiß Lüdenscheid.

Höchste Auswärtsniederlage: Die höchste Auswärtsniederlage gibt es gegen Borussia Dortmund. Aber nicht in der Bundesliga, sondern in der 2. Bundesliga NORD. In der Saison 1975/1976 schlägt der BVB den SV Bayer 04 Leverkusen am 12. Spieltag mit 7:0.

Längste Niederlagenserie: Die längste Niederlagenserie gibt es in der Saison 2002/03. Fünf Spiele hintereinander verliert die „Werkself“ vom 17. bis zum 21. Spieltag.

Die meisten Niederlagen pro Saison: Die meisten Niederlagen pro Saison gibt es gleich zwei-mal. 18 Spiele verliert Bayer Leverkusen sowohl in der Zweitligasaison 1975/6 als auch in der Bundesliga in der Saison 1981/82.

Meisten Spiele hintereinander ohne Sieg: Auch diesen Negativrekord gibt es gleich zwei-mal. 13 Spiele in Folge ohne Sieg schaffen die Farbenstädter sowohl in der Saison 1980/81 als auch in der Spielzeit 1995/96.

Bayer 04 Leverkusen
Abb.1.6.3 „Vizekusen“ wird nicht Deutscher Meister – Unterhaching gewinnt das letzte Spiel der Saison 1999/00. Foto: Imago Images/Kolvenbach

Peinlichste Wende in einem Pokal-Spiel: Die peinlichste Wende in einem Pokal-Spiel von Bayer 04 liefern Michael Ballack und Co. 2011 in Dresden Eine 3:0-Führung der Leverkusener dreht der Zweitliga-Aufsteiger in nur 22 Minuten in ein 3:3 und drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung wird das Rudolf-Harbig-Stadion durch das 4:3 für Dynamo endgültig zum Tollhaus. Leverkusen ist blamiert.

Nichts zu korrigieren gibt es bei der international größten Pleite im Champions-League-Achtelfinale 2011/12: 2:10 in der Addition gegen den FC Barcelona. In einer CL-Gruppenphase bedeutet das 0:5 gegen Manchester United am 27. November 2013 die höchste internationale Pleite. In der Bundesliga gibt sich die „Werkself“ rein ergebnismäßig nie peinlicher als beim 1:6 bei Aufsteiger Hannover 96 am 26. März 1988 (Stand: jeweils Dezember 2019).

In zwei Spielen fünf Punkte Vorsprung vergeigt: Die Saison 2001/02 sieht Bayer Leverkusen drei Spieltage vor dem Ende eigentlich schon als Meister. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger Borussia Dortmund, was soll da noch schiefgehen? Kurz gesagt: So ziemlich alles! Eine zu lässige Heim-Vorstellung gegen Werder Bremen (1:2) mit einem verschossenen Elfmeter von Keeper Hans-Jörg Butt und dann ein 0:1 beim abstiegsgefährdeten 1. FC Nürnberg! Dortmund gewinnt seine beiden Spiele gegen Köln und in Hamburg (2:1 u. 4:3) und zieht an Bayer vorbei. Vor dem letzten Spiel gegen die Hertha hat es der „ewige Zweite“ nicht mehr in der eigenen Hand. Mit leichenbitterer Miene sitzen Manager Reiner Calmund und Trainer Klaus Toppmöller im Presseraum des Nürnberger Stadions. „Et is in unserer Gesellschaft nun mal so, dass nur Titel zählen“, sinniert Calmund, „und wenn du keinen Titel holst, dann kannst‘ das Ding abhaken!“ Stimmt. Dortmund wird Meister, Bayer Zweiter, Haken dran. „Vizekusen“ – und ein Fest für Spötter. Im Dortmunder Westfalenstadion rollen sie vor dem Finale gegen Bremen (2:1) ein Plakat aus: „Nicht mal Ottmar wird mit LEV Meister!“

Unterhaching - Schwarz schafft Distanz: Wenn jemand nach der Herkunft des Begriffs „Vizekusen“ forscht, so wird er auch am 20. Mai 2000 fündig. Mit drei Punkten vor dem FC Bayern, aber mit der schlechteren Tordifferenz, geht Bayer Leverkusen ins letzte Spiel bei Neuling Spvgg. Unterhaching. Nach dem 4:1 am 33. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt hat Bayer-Coach Christoph Daum den Druck auf seine Mannschaft gewaltig erhöht: „Wir werden in Unterhaching die Meisterschaft einfahren, basta.“ Die Münchner Vorstädter wollen den Rheinländern unbedingt eins auswischen – und dem großen Nachbarn FC Bayern helfen. So kommt es, wie es kommen muss. Verkniffen und in dunklen Anzügen sitzen die Bayer-Bosse Reiner Calmund und Rudi Völler auf der Tribüne des engen Sportparks in Unterhaching. Irgendwie scheint sie ein ungutes Gefühl beschlichen zu haben. Die Bayern üben mit einer frühen 3:0-Führung im Parallelspiel gegen Werder Bremen Druck auf Leverkusen aus. „Schwarz schafft Distanz“, philosophiert SAT-1-Reporterlegende Werner Hansch beim Anblick des ungleichen Duos Calli und Rudi, „und als Kontrast dazu das leuchtende Weiß der Leverkusener auf dem Rasen.“ Der weiße Auswärtsdress wird nicht zum Meistertrikot. Warum? Weil erst Michael Ballack ein kapitales Eigentor unterläuft, Haching-Keeper Gerhard „Gerry“ Tremmel hält, als würde er von Uli Hoeneß Geld bekommen und Ex-Bayer Markus Oberleitner Leverkusen mit dem 2:0 die Meisterschale weggeköpft. Dass Daum und sein Sohn Marcel anschließend auf der Tribüne weinen, bekommen die Hachinger Helden nicht mehr mit. „Wir haben uns von den eigenen Fans und von den Bayern-Anhängern, die zu uns in den Sportpark gepilgert waren, feiern lassen“, sagt Oberleitner 2019 in der SPORT BILD-Serie „Spiel des Lebens“, „die Bilder danach waren aber schon krass.“

Für die Lover

Wichtige Triumphe und große Erfolge

Der größte internationale Erfolg gelingt Bayer 04 Leverkusen mit dem UEFA-Pokal-Sieg 1988: Am 18. Mai 1988 bezwingt die Mannschaft von Erich Ribbeck im Final-Rückspiel im Ulrich-Haberland-Stadion Espanyol Barcelona nach 0:3 im Hinspiel in Spanien mit 3:0 nach Verlängerung – und mit 3:2 im Elfmeterschießen. Alle Bayer-Tore durch Tita, Falko Götz und Bum-Kun Cha fallen in der zweiten Halbzeit. Es ist bis heute eine der denkwürdigsten Aufholjagden in der deutschen Europacupgeschichte. Im Elfmeterschießen macht die Bayer-Elf nach einem Fehlschuss von Ralf Falkenmayer durch Wolfgang Rolff, Herbert Waas und Klaus Täuber noch einmal einen 0:2-Rückstand wett, auch weil Rüdiger Vollborn zum Elfmeterkiller wird.

Pokalsieg 1993: Auf nationaler Ebene bildet der Pokalsieg 1993 gegen die Hertha BSC Amateure (1:0) den größten Erfolg für die „Werkself“ ab. Ulf Kirsten, mit 149 Treffern erfolgreichster BL-Torjäger der 1990er-Jahre, erlöst Bayer Leverkusen im Finale von Berlin mit dem 1:0-Siegtor.

Große Sympathie: Das bringt dem oft als „Plastikklub“ geschmähten Verein aus dem Rheinland der Einzug ins Champions-League-Finale 2002 ein. Im Finale von Glasgow scheitert man nur knapp am hohen Favoriten Real Madrid (1:2). „Die Gala-Auftritte in der Champions-League-Saison mit Klaus Toppmöller werden mir ewig in Erinnerung bleiben“, schreibt Leverkusens legendärer Manager Reiner Calmund 2003 im offiziellen DFL Bundesliga-Lexikon, „Liverpool, Manchester, Real Madrid – da haben wir erstmals für große Schlagzeilen in Europa gesorgt – und das Image von Bayer 04 europaweit korrigiert.“

Wie ein Tornado: Die Bundesliga-Titeljagd 1999/00 im Fernduell mit dem FC Bayern treibt Bayer Leverkusen zum höchsten Sieg seiner BL-Historie. Am 18. März 2000 stürmt die Mannschaft von Trainer Christoph Daum das Donaustadion und schießt den Aufsteiger SSV 1846 Ulm mit 9:1 (4:0) ab. „Sie kommen wie ein Tornado“, titelt BILD. Seitdem hat es kein höheres Bundesligaresultat mehr gegeben (Stand: Dezember 2019).

Höchste Heimsiege: Die höchsten Heimsiege feiert Bayer in der 2. Bundesliga. 8:1 schlägt man in der 2. Bundesliga NORD in der Saison 1978/79 am 31. Spieltag den Rot-Weiß Lüdenscheid. Noch wertvoller: Mit 7:0 schickt man in der Spielzeit 1977/78 ebenfalls in der 2. Bundesliga Nord am 12. Spieltag die „Brüder“ von Bayer 05 Uerdingen nach Hause.

Bayer 04 Leverkusen
Abb.1.6.4 Tita trifft für Leverkusen im UEFA Cup Rückspiel gegen Espanyol Barcelona. Bayer holt den UEFA Cup im Jahr 1988. Foto: Imago Images/Horstmüller

So feiert man Karneval bei Bayer: Leverkusen gilt auch als rheinische Karnevals-Hochburg – und am 28. Februar 1995, dem Fastnachtsdienstag, spielt man sich beim 5:1 im UEFA-Cup-Viertelfinale gegen den designierten französischen Meister FC Nantes im Haberland-Stadion in einen Rausch. „Mr. Europacup“, Ulf Kirsten, schraubt seine Bilanz in der Saison 1994/95 mit zwei Buden auf zehn Tore in acht Spielen hoch. „Das war international mit Sicherheit der bisher schwerste Gegner für uns“, bilanziert Manager Reiner Calmund anschließend.

Bayer stürmt Wembley: In der Saison 2016/17 gewinnt Bayer Leverkusen vor seiner international höchsten Kulisse von 85.512 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion. In Englands Fußball-Tempel, Ausweichstadion der Tottenham Hotspur, sichert ein Tor von Kevin Kampl zum 1:0 den historischen Erfolg.

Pokal-Rekorde: Die höchsten Erfolge im DFB-Pokal gelingen Bayer Leverkusen jeweils in Runde 1 und dabei mit elf eigenen Toren. 1994/95 schießt man den BSV Stahl Brandenburg mit 11:0 ab, 2010/11 gerät der FK Pirmasens mit 1:11 vor heimischer Kulisse in den Bayer-Sturmwirbel.

Die längste Sieges-Serie: 14 Spiele in Folge gewinnt Bayer 04 in der Saison 1977/78 und 1978/79. Und zwar an den Spieltagen 34 – 38 (1977/78) und an den Spieltagen 1- 9 (1978/79).

Most Important Persons

Diese Typen prägen den Verein

Reiner Calmund

„Don Calli“.Er „erfindet“ Bayer 04 Leverkusen sozusagen. Der korpulente Mann aus dem Erftkreis hat dem Werksklub bis zu seinem Ausstieg 2004 fast 30 Jahre seines Lebens verschrieben. Als Jugendleiter, Jugendtrainer, Stadionsprecher und XXL-Manager. Der DFB-Pokalsieg 1993, Ausbau der BayArena auf 22.…

Ulf Kirsten

„Der Schwatte“.Der Stürmer aus Sachsen gehört zu den berühmten DDR-Transfers, die von Bayer-Original Wolfgang Karnath eingefädelt werden. Der Mitarbeiter von Bayer Leverkusen, als „rechte Hand“ von Calmund mit einem legendären Ruf in der Branche bekannt, der schon den Deal mit Andreas Thom von BFC D…

Rudi Völler

Vom Rückkehrer zur Bayer-Legende.Dass der weit gereiste Weltstar, der in Frankreich und in Italien Erfolge gefeiert hat, mit 34 in die Bundesliga zurückkehrt, gilt als Sensation und als echter Coup von Bayer-Macher Reiner Calmund. Am 23. August 1994 ist der Deal mit Olympique Marseille perfekt und R…

Rüdiger Vollborn

Der Rekord-Spieler.Zwar hat der Torhüter aus Berlin nie ein A-Länderspiel für Deutschland gemacht, doch als U20-Junioren-Weltmeister von 1981 wird Rüdiger Vollborn dennoch unsterblich. Damals spielt der von Blau-Weiß 90 Berlin verpflichtete Keeper noch in der Jugend von Bayer 04 Leverkusen. Vollborn…

Erich Ribbeck

Der „Sir“.Der Rheinländer, dem der Boulevard wegen seiner gesetzten Ausdrucksweise („Helmer hat sozusagen Gewicht gemacht – auf Deutsch: Er hat erbrochen“) den Spitznamen „Sir Erich“ verpasst, kommt 1985 zum Bayer-Klub. Ribbeck, zuvor u. a. als Assistent von Bundestrainer Jupp Derwall Vize-Weltmeist…

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Abb.1.6.5 Eine prägende Bayer-Ikone: Rudi Völler am 10. November 2019. Foto: Imago Images/Hübner

Personae Non Gratae

Diese Typen sind unbeliebt

Emir Spahic

Ein unglaublicher Ausraster.Beim „Werksklub“ fristlos gekündigt zu werden, das haben nur wenige Profis in mehr als 40 Jahren Bundesliga bei Bayer Leverkusen geschafft. Am 12. April 2015 brennen dem 94-fachen Nationalspieler Bosniens die Sicherungen durch. Nach dem 3:5 im Elfmeterschießen im DFB-Poka…

Rinus Michels

Der unnahbare „General“.Die Verpflichtung des amtierenden Europameister-Trainers von 1988 scheint ein erster „Coup“ für den neu installierten Manager Reiner Calmund zu sein. Der Holländer ist am Rhein kein Unbekannter. Vor seiner Berufung zum „Bondscoach“ des niederländischen Fußball-Verbandes (KNVB…

Roger Schmidt

„Schmidteinander“ auf der Tribüne.Der Sauerländer Roger Schmidt gilt zeitweise als High Flyer der deutschen Trainergilde, als er 2014 als amtierender österreichischer Meister (mit RB Salzburg) bei Bayer 04 Leverkusen unterschreibt. Nicht zu Unrecht, denn unter Schmidts Regie startet die Bayer-Elf fu…

Bernd Schuster

Skandale pflastern die Karriere des bösen blonden Engels.Bernd Schuster beginnt seine Fußballkarriere im Dezember 1969 in der Jugend des SV Hammerschmiede in Augsburg. Er wechselt 1976 zum FC Augsburg. Im Jahr 1978 gibt er sein Debüt in der Fußball-Bundesliga beim 1. FC Köln, obwohl er bereits zuvor…

Zur Persona non grata in Leverkusen wird der bayerische Schwabe unter der Ägide von Erich Ribbeck. Dieser verbannt den langsam und zum Standfußballer mutierten Altstar immer häufiger auf die Ersatzbank. Schuster greift zu drastischen Mitteln und versucht sich juristisch einen Stammplatz garantieren zu lassen. Die Folge

Bayer Leverkusen suspendiert den blonden Engel. Dieser wechselt zu UNAM Pumas in Mexiko-Stadt und beendet seine Spielerkarriere im Jahr 1997.

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Abb.1.6.6 Leverkusen und Rinus Michels – das passt nicht im Jahr 1988. Foto: Imago Images/Horstmüller

Tragisch

Diese Personen hatten Pech

Christoph Daum:Pech ist, wenn man sich erwischen lässt. Dämlich ist, wenn man sich selbst überführt. „Der verschnupfte Daum“ - so bringt Bayern-Macher Uli Hoeneß im Oktober 2000 den Stein ins Rollen. „Wenn unwidersprochen über den „verschnupften Daum“ geschrieben werden kann“, so ist es Hoeneß mit Blick auf seinen Erzrivalen aufgefallen, „dann darf er nicht Bundestrainer werden.“ Im Sommer 2001 soll Christoph Daum – mit 144 Bundesliga-Spielen Rekord-Trainer bei Bayer Leverkusen – das Amt des DFB-Bundestrainers übernehmen. Dazu kommt es nie. Daum, von der Lawine der Spekulationen des Boulevards über seine angebliche Kokain-Sucht ebenso überrollt wie sein Mentor Calmund („Junge, wenn Du krank biss, verzeih ich Dir!“), geht in die Offensive. Sein Pech: Er liefert damit selbst den Beweis, den niemand explizit von ihm eingefordert hat. Daum lässt in Köln eine Haar-Analyse machen („Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe“) und überführt sich damit selbst. Die Haarprobe wird positiv auf Kokain getestet, Daum ist blamiert. Er flieht nach Florida und kehrt im Januar 2001 mit einer denkwürdigen Pressekonferenz in Köln – einer Sternstunde der Spaßgesellschaft – zurück. „Das mit der Haarprobe, das muss ich im Nachhinein sagen, war ein Fehler“, sagt Daum grinsend. Könnte man so sehen, ja…

Sascha Lewandowski:Im Juni 2016 verübt der Ex-Leverkusener Bundesliga-Trainer Sascha Lewandowski Selbstmord. Nach Recherchen der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) wird gegen den 44-Jährigen wegen Missbrauch eines zwölfjährigen Jungen ermittelt15. Die Behörden wollen dazu keine Stellung nehmen. Und für Lewandowski gilt die Unschuldsvermutung. Über seine sexuelle Orientierung ist offiziell nichts bekannt. Das Drama rund um Sascha Lewandowski beginnt ein paar Tage vor seinem Selbstmord. Wie die „Bild“-Zeitung in 2016 berichtet, wird er kurz vor Mitternacht im Dortmunder Bahnhofsviertel bei einer Verkehrskontrolle angehalten. Die Polizisten stellen fest, dass der ehemalige Bundesliga-Trainer 0,88 Promille Alkohol im Blut hat. Und er ist offenbar nicht alleine im Auto: Nach Recherchen der WAZ, die sich auf „glaubwürdige Quellen“ beruft, befindet sich im Auto auch ein zwölf Jahre alter Junge. Dieser soll, so die „Bild“-Zeitung, „rumänischer Herkunft“ gewesen sein. Die Polizisten vermuten, auch aufgrund der Gegend, in der sich der ehemalige Bundesligatrainer befindet, sexuellen Missbrauch und nehmen Lewandowski mit aufs Revier. Zuvor soll die Polizei einen Bericht geschrieben haben, laut dem Zeugen einen Mann beobachtet hätten, der mit einem Burschen „im Gebüsch eines Grüngürtels an der Straße Oestermärsch im Dortmunder Norden verschwunden sei“, so „Bild“. Im Gebüsch hätten die alarmierten Beamten Taschentücher gefunden und sichergestellt….

15. https://www.waz.de/staedte/bochum/sascha-lewandowski-vor-seinem-tod-des-kindesmissbrauchs-verdaechtigt-id11904488.html↩

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Abb.1.6.7 Der „verschnupfte Herr Daum“ wird nicht Bundestrainer in der Saison 2000/01. Uli Hoeneß „grätscht“ dazwischen. Foto: Imago Images/Sven Simon

OMG — Oh My God

Das kann doch nicht wahr sein

Skandale in blond und weiß: Bayer Leverkusen ist „der ewige Zweite“, sagen alle, die den „Werksklub“ nicht mögen. „Beamtenfußball“ werfen ihm die Kritiker vor, die glauben, dass man trotz des Backgrounds mit dem mächtigen Bayer-Konzern zu wenig aus seinen sportlichen Möglichkeiten macht.Fehlender Biss, Biederkeit – kann sein, muss nicht. Aber eines ist Bayer 04 in jedem Fall nicht: Frei von Fremdschäm-Skandalen. Im Gegenteil: Der Bayer-Klub steht für zwei Affären, die die Bundesliga in ihren Grundfesten erschüttern. OMG!

Schuster verklagt seinen Verein (Schon unter PNG genannt, aber weil wirklich OMG hier nochmals): Als Bernd Schuster 1993 aus Spanien in die Bundesliga zurückkehrt und zu Bayer 04 Leverkusen wechselt, kann man sich beim „Werksklub“ sicher sein, den ersten Weltstar der Vereinsgeschichte verpflichtet zu haben. Der gutmütige Bayer-Coach Dragoslav Stepanovic („Stepi“) versteht es, den eigenwilligen Ausnahmespieler zu führen. 18 Tor-Beteiligungen in Schusters ersten Saison im Bayer-Dress 1993/94 sprechen für sich. Wie knallhart der oft so wortkarge „blonde Engel“ tatsächlich ist, davon darf man sich bei Bayer ab 1995 ein Bild machen. Als ihn der neue (und alte) Bayer-Coach Erich Ribbeck ab Ende Oktober 1995 erst auf die Bank und dann auf die Tribüne setzt, fordert Schuster per Anwalt einen Stammplatz ein. Daraufhin wirft Leverkusen den Spieler raus, Schuster klagt sich ins Training ein. Ein langer Rechtsstreit folgt, ein Präzedenzfall ohne Sieger. Auch Ribbeck wird im April 1996 nach nur einem Sieg aus 15 Spielen (!) gefeuert.

Phantomtor-Meister Bayer 04: Gleich zwei Mal erzielt Bayer in seiner Bundesligahistorie Tore, die ganz offensichtlich keine sind. Nur der Schiri kriegt’s nicht mit. Eines wird trotzdem gegeben und bringt dem Schützen Schimpf und Schande ein. Das andere annulliert der Schütze selbst, dafür gibt es ungläubiges Staunen. Der Reihe nach:

Phantom-Tor 1: 7. März 1981. Es riecht nach Sensation im Ulrich-Haberland-Stadion. Bayer 04 spielt seine zweite Bundesligasaison und macht an diesem Tag den amtierenden und kommenden Meister FC Bayern München platt. 3:0 steht es schon zur Halbzeit, alle Tore erzielt der Norweger Arne-Larsen Ökland. Es läuft die 72. Minute, als etwas geschieht „was es in der Bundesliga so noch nie gegeben hat“, wie ARD-Kommentator Fritz von Thurn und Taxis staunt. Wieder einmal kommt von rechts eine Flanke von Wolfgang Vöge vor das Bayern-Tor und Ökland ist schneller als sein Bayern-Gegenspieler. Aus kurzer Distanz schießt er den Ball hoch ans Außennetz, das sich kräftig ausbeult. Die Zuschauer auf der Tribüne jubeln und auch Schiedsrichter Werner Horeis hat aus seiner Perspektive den Eindruck, der Ball sei im Tor gewesen. Er zeigt zur Mitte, doch die Bayern-Leader Paul Breitner und Karl-Heinz Rummenigge protestieren so heftig, dass Ökland das Gewissen plagt. Der 26-jährige geht zu Horeis und – so besagt es die Fußball-Legende - will diesem gesagt haben: „Ich will Ihnen helfen, weil Sie so gut gepfiffen haben. Es war kein Tor, ich habe nur das Außennetz getroffen.“ Horeis drückt Ökland die Hand und annulliert das Tor. Kalle Rummenigge schüttelt den Kopf, bedankt sich dann aber auch bei Ökland, der hinterher natürlich von der Presse umringt ist. „Wenn es kein Tor war, muss ich das auch sagen“, sagt er Ungewöhnliches für Reporter-Ohren, die solche Sätze im harten Bundesligageschäft wohl noch nie gehört haben. Natürlich kommt die Frage auf, ob er auch beim Stande von 0:0 auf sein Tor verzichtet hätte. „Doch, ich glaube schon“, sagt Ökland, der mit seinen Gedanken schon ganz woanders ist. Er will unbedingt seine Frau anrufen, sie soll den Videorekorder programmieren. Ausschnitte seines großen Auftritts kommen ja anschließend in der ARD-Sportschau und die kann der Held des Tages nicht sehen, da er bereits ins ZDF-Sportstudio eingeladen ist. Doch in der Aufregung fällt ihm seine eigene Telefonnummer nicht mehr ein. Wie das eben so kommt, wenn man unverhofft im Rampenlicht steht. Das Medien-Echo ist gewaltig. „Seit Samstag darf man wieder an die Fairness in der Bundesliga glauben“, schreibt die Münchner tz. Und Schiedsrichter Horeis lobt: „Ich habe Hochachtung vor einem Spieler, der so wie Ökland handelt.“ Zur Wahrheit gehört auch, was Mitspieler Franz-Peter Hermann noch Jahrzehnte späte zugibt: „Wir hatten Angst, es (das Spiel) wird wiederholt.“

Phantom-Tor 2: Phantomtor Nummer zwei fällt in der 50. Bundesligasaison beim Auswärtsspiel in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim. Diesmal ist der Ball sehr wohl im Tor, hätte dort aber eigentlich nicht sein dürfen, denn er verschafft sich „unerlaubten Zugang“. In einem der Netze klafft an der Außenseite ein Loch und durch dieses flutscht in der 71. Spielminute der Partie zwischen der TSG Hoffenheim und Bayer Leverkusen der Ball. Der Kopfball von Stefan Kießling kommt von „draußen rein“ und bleibt drinnen liegen – hochgradig irregulär. Wie er in das Tor gekommen ist, sieht zunächst keiner – geschweige denn, dass es jemand wahrhaben will. BILD-Reporter Philipp Arens notiert auf der Pressetribüne: „71 Kies mit Kopf vorbei.“ Aber wieso jubeln die Leverkusener dann? Schiedsrichter Felix Brych erlebt seine schwerste Stunde an der Pfeife. Es gibt noch keinen Videobeweis, nicht einmal die Torlinientechnik – nur Zeugen. Und deren Befragung hilft ihm herzlich wenig: „Die Reaktionen der Spieler waren eindeutig, es gab kein Kontra. Keiner, auch nicht Kießling, hat mir gesagt, dass es kein Tor war.“ Das Netz kontrolliert er nicht und gibt das Tor zum 0:2, zumal die Hoffenheimer nicht protestieren. Auf die Idee kommen sie erst nach dem Spiel, weil sie es verloren haben (Endstand 1:2). Mittlerweile haben nämlich TSG-Reservespieler das Loch entdeckt und das Fernsehen hat es ohnehin aller Welt in Echtzeit offenbart. Es ist die Szene, die der Torlinientechnik zum Durchbruch verhelfen wird. Sie wird 2015/16 eingeführt, seit 2017/18 gibt es auch den Videobeweis. Im Herbst 2013 gibt es nur unbeugsame Statuten. Hoffenheim zieht vor das Sportgericht und beantragt eine Wiederholung, was Bayer glattweg ablehnt. Man sei ja nicht schuld am kaputten Netz und einer falschen Wahrnehmung des Schiedsrichters. Sportdirektor Rudi Völler schlägt noch am Abend des Spiels vor, es beim Stand von 0:1 fortzusetzen – nur die letzten 19 Minuten – und er hat einen guten Rat an Hoffenheim: „Der Verein hat hier so viel Geld ausgegeben. Ein kleiner Tipp: Das nächste Mal richtige Netze kaufen.“ Das Sportgericht entscheidet am 29. Oktober, wie es entscheiden muss: keine Wiederholung, das Ergebnis hat Bestand. Richter Hans E. Lorenz: „Fragen Sie uns nicht, ob das Urteil uns unter sportlichen Gesichtspunkten gefällt. Unter rechtlichen Gesichtspunkten gibt es keine Alternative.“

Bayer 04 Leverkusen
Abb.1.6.8 Bernd Schuster und Bayer Leverkusen: Am Ende passt es nicht mehr. Der „blonde Engel“ klagt und geht im Jahr 1996 zu UNAM Pumas. Foto: Imago Images/Passage

About Schmidt: Bayer Leverkusen hat viele Trainer mit seltsamen Methoden. Christoph Daum lässt seine Spieler über Glasscherben gehen. Heiko Herrlich beschwört das „Beppo-Prinzip“ vom guten Straßenkehrer, Erich Ribbeck beschwört in seiner zweiten Amtszeit eine Katastrophe herauf. Und Roger Schmidt? Wir haben es schon kurz beschrieben, der beschwört im Februar 2016 im Heimspiel gegen Borussia Dortmund (0:1) die erste Spielunterbrechung der Liga-Historie herauf, die von einem Trainer verursacht wird. Nach einem Innenraumverweis von Schiedsrichters Felix Zwayer (Berlin) weigert sich Schmidt, auf die Tribüne zu gehen. Zuvor hat er sich zu lautstark über den angeblich irregulären Siegtreffer des BVB durch Pierre-Emerick Aubameyang echauffiert. Im Oktober 2016 muss Schmidt wieder hoch – nach Pöbeleien gegen 1899-Coach Julian Nagelsmann („Was bist du denn für ein Spinner?“). Im Februar 2017 haben die Bayer-Bosse genug. Nach einem 2:6 in Dortmund, das Schmidt als „richtigen Schritt in die richtige Richtung“ sieht, ist Schluss – Schmidt kassiert zehn Millionen Euro Abfindung und geht.

Fun Facts

Wissen für Blowhards, Braggadocios und Connaisseurs

Dass Bayer Leverkusen eine „Titel-Allergie“ anhaftet, ist bekannt. Weniger bekannt sind diese Fakten…

„Herbert war’s!“ Oder anders: Herbert Waas, denn so heißt der erste deutsche Nationalspieler, den Bayer 04 Leverkusen abstellt. Der gebürtige Passauer gibt am 7. Juni 1983 sein Debüt im deutschen Nationalteam, er ist 19 Jahre, acht Monate und 30 Tage alt – und damit nur ein halbes Jahr älter als Kai Havertz bei seiner Länderspielpremiere am 9. September 2018.

Leverkusen kann doch Meister: Eine Bundesliga-Saison mit Bayer Leverkusen als Meister gibt es bis zur Spielzeit 2019/20 nie. Sehr wohl aber eine Zweitliga-Saison. Die Saison 1978/79 schließt „der Bayer“, wie das Team damals genannt wird, als Meister der 2. Bundesliga Nord ab.

Zwei Weltmeister auf der Bank: Die turbulente Saison 2000/01 bringt Bayer 04 das seltene Vergnügen ein, gleich zwei Weltmeister als Trainer zu beschäftigen. Während Sportdirektor und Bundestrainer Rudi Völler (Weltmeister 1990) nach Christoph Daums Kokain-Eigentor seinen dritten Job als Aushilfscoach glänzend meistert und vom Boulevard als Riese gefeiert wird, scheitert der im November 2000 verpflichtete Ex-Bundestrainer Berti Vogts (Weltmeister 1974) bei seinem einzigen Bundesligajob ziemlich kläglich. Bayer kommt zwar auf den letzten Drücker noch in die Champions League, doch Vogts, der sich mit Stars wie Michael Ballack verkracht, wird samt namhafter Entourage (Toni Schumacher, Pierre Littbarski, Wolfgang Rolff) nach nur sechs Monaten wieder entlassen.

Tabellenführer der Nicht-Meister: „Vizekusen“ – da ist was dran! Diese Zahl macht die Dinge nicht besser. 70-mal steht Bayer 04 an der Tabellenspitze der Bundesliga (Stand: Dezember 2019), Meister wird man bis zum Ende der Saison 2018/19 aber nie. Die beiden anderen Nichtmeister aus den Top 10 der Bundesliga-Spitzenreiter – FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt – stehen je 58-mal auf der Pole Position (Stand: Dezember 2019).

Bayer 04 Leverkusen
Abb.1.6.9 Bayern-Schreck und Leverkusen-Ikone Ulf Kirsten spielt zwischen 1990 und 2002 in der Bundesliga. Foto: Imago Images/Team 2

Bayer auf Platz 1: Das gibt es zum ersten Mal am 3. Spieltag der Saison 1986/87. In jener Saison glückt nur Bayer ein Sieg über Meister Bayern (3:0 in München), aber es springt nur Platz 6 heraus.

Der Bayern-Schreck: Ulf Kirsten hat in 20 Bundesliga-Spielen elfmal gegen den großen FC Bayern München getroffen. Nur drei Spieler sind während ihrer Bundesliga-Karriere noch besser. Es sind dies der ehemalige Bayer-Coach Klaus Toppmöller und Vize-Weltmeister Klaus Fischer (je 12 Tore) und der im Mai 2019 verstorbene Ruhrpott-Stürmer Manfred Burgsmüller (13).

Das Horror-Jahr: 2002/03 ist eine Zittersaison, wie sie Reiner Calmund „dem ärgsten Feind nicht wünschen möchte“. Erst am letzten Spieltag rettet sich Bayer 04 im direkten Duell beim 1. FC Nürnberg (1:0) vor dem Abstieg – und das in der Saison nach dem „Vize-Triple“ von 2002. Die Trainer Klaus Toppmöller und Thomas Hörster müssen gehen, erst Ur-Bayer Klaus Augenthaler rettet den taumelnden Bayer-Klub vor der Zweitklassigkeit.

Relegation: Rang 16 bedeutet in der Saison 1981/82 nicht nur die schlechteste Platzierung für Bayer im Fußball-Oberhaus, sondern auch den Gang in die Bundesliga-Relegationsspiele. In der Premiere dieser Entscheidungsspiele setzt sich Leverkusen gegen Kickers Offenbach mit 1:0 und 2:1 durch – und bleibt oben!

Special Moments

„Das war mein Abschiedsgeschenk für Bayer Leverkusen“

Rudi Völler hat in den hektischen Tagen vor diesem 18. Mai 1996 viel zu tun. Ständig ist er unterwegs, PR-Termine hier, TV-Interviews da. Der Weltmeister von 1990 organisiert sein Abschiedsspiel in Leverkusen.

Nach 19 Profi-Jahren bei Kickers Offenbach, 1860 München, Werder Bremen, AS Rom, Olympique Marseille und Bayer Leverkusen will der 36-jährige Weltmeister von 1990 am Saisonende in der Baustelle des Ulrich-Haberland-Stadions die letzte Schicht machen. Er plant eine große Abschieds-Sause gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Ab Sommer wird er dann weiter oben auf der Tribüne sitzen und bei den Rheinländern den Posten des Sportdirektors übernehmen.

Dass die Fußball-Promis am 21. Mai 1996 uneingeschränkt zum großen Abschiedsspiel kommen, ist selbstverständlich. Die DFB-Auswahl tritt kurz vor der EURO 1996 in England mit Fredi Bobic, Mario Basler, Jürgen Klinsmann und Co., also mit „voller Kapelle,“ an. „Rudis Team“ bilden u. a. Giuseppe Giannini, Ruggerio Rizzitelli sowie die Weltmeister-Kollegen Pierre Littbarski und Lothar Matthäus. Oder anders: Wenn Rudi feiert, sind sie alle dabei.

Doch Rudi Völler hat vorher mit Bayer 04 noch ein kleines Problem zu lösen… „Abschied mit Abstieg – das durfte nicht sein“, fasst er das Dilemma 2003 zusammen. Denn: In seinem letzten Spiel als Fußballprofi kann der Champions-League-Sieger von 1993 (mit Marseille) noch absteigen. Bayer Leverkusen gegen den 1. FC Kaiserslautern, Weltmeister-Duell Rudi Völler gegen Andreas Brehme – vor die Rudi-Party hat der Fußball-Gott diesen Showdown gesetzt. 1. FC Kaiserslautern sitzt Leverkusen, das genauso wie die Pfälzer eine desaströse Saison gespielt hat, mit zwei Zählern Rückstand im Nacken. Ein 2:0-Erfolg gegen Hansa Rostock am 33. Spieltag hat ihnen die zweite Luft gegeben. Der Teufel steckt im Detail. Hätte der FCK das Hinspiel gegen Bayer nicht mit 1:0 gewonnen, wäre der von Insidern wie Hans-Peter Briegel oder Jürgen „Atze“ Friedrich als „Schönfärber“ abgestempelte FCK-Coach Friedel Rausch († 2017) zur Winterpause entlassen worden. Der Weg für einen Neuaufbau in 1. FC Kaiserslautern wäre frei gewesen. Erfolgstrainer Karl-Heinz Feldkamp wird rund um den Betzenberg gehandelt, kommt aber nicht, weil Rausch bleibt – er wird erst nach dem 24. Spieltag durch Eckhard Krautzun ersetzt.

Trotz dieser Fehleinschätzung haben es die Pfälzer noch in der Hand. Ein FCK-Sieg in Leverkusen – und man könnte den Bayer-Klub nach 27 Jahren in die 2. Liga schubsen. Ganz Fußball-Deutschland scheint sich auf die Seite der Gäste aus 1. FC Kaiserslautern geschlagen zu haben, für die das Prädikat des Bundesliga-Dinos, der 33 Jahre dabei gewesen ist, und das Wohl und Wehe einer ganzen Region auf dem Spiel stehen.

Die eher unbeliebten Bayer-Kicker, die bis dahin noch nie besser waren als Platz 5, würde hingegen kaum jemand vermissen. Jedenfalls nicht nach dieser Saison. Bernd Schuster hat den Verein verklagt und fährt Minuten vor dem Anpfiff des Schicksalsspiels mit einem schwarzen Coupé demonstrativ auf seinen alten Spielerparkplatz, direkt vor dem Stadion. Das zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein des „blonden Engel“, der aber nur ein Problembär bei Bayer ist. Coach Erich Ribbeck, der Schuster aus dem Kader gestrichen hat, ist am Tag der Entscheidung schon weg. Im April 1996 wird „Sir Erich“ nach nur einem Sieg aus 15 Spielen (!) gefeuert, sein Assistent Franz-Peter Hermann betreut Bayer Leverkusen im „Endspiel“ um den Klassenerhalt.

Die Gegenseite scheint begriffen zu haben, um was es an diesem regnerischen Samstag im Rheinland gehen wird. „Die Leute in der Stadt, die bibbern mit n FCK“, sagt Weltmeister Andreas Brehme mit seinem Hamburger Idiom und der für ihn typischen und eigenwilligen Interpretation der deutschen Grammatik ein paar Wochen vorher bei SAT 1, „deshalb müssen wir alles geben, damit wir in der ersten Bundesliga bleiben und wenn wir am letzten Spieltag in der letzten Minute tot umfallen.“

So ähnlich sieht es am Ende auch aus. Die Lauterer Spieler liegen nach dem Schlusspfiff geschüttelt von Weinkrämpfen auf dem Rasen. Sie haben den „Plastik-Klub“ am Rande des Abstiegs – und werden schließlich selbst mitgerissen. „Wir waren klar besser“, bilanziert Andy Brehme später, „unser 1:0 durch Kuka, danach weitere Chancen. Doch acht Minuten vor Schluss machte Münch das 1:1. Das Aus für uns.“

Bayer 04 Leverkusen
Abb.1.6.10 Markus Münch rettet Bayer Leverkusen im Mai 1996 vor dem Abstieg. Foto: Imago Images/Sven Simon

Beim 0:1 stehen die Leverkusener Spalier, lassen Uwe Wegmann schön durchs zentrale Mittelfeld spazieren. Er kann in aller Gemütsruhe den Ball nach rechts zu Frank Greiner geben, der punktgenau auf Pavel Kuka flanken kann. Der Tscheche köpft völlig frei aus sechs Metern ein, da sein Bewacher Markus Münch gefühlte zehn Meter von ihm weg steht. Gespielt sind 58 Minuten, jetzt wäre 1. FC Kaiserslautern gerettet. Das sieht auch Leverkusens XXL-Manager nach dem Spiel im Interview mit SAT1 so: „Wir waren eigentlich schon in die 2. Bundesliga abgestiegen, vor allem nach dem 0:1. Danach war Lautern auch dem 2:0 nahe.“ Das stimmt, doch Kuka und Olaf Marschall lassen frei vor Bayer-Keeper Dirk Heinen die Nerven im Stich.

Ausgerechnet der Kurpfälzer Münch, der nach dieser Katastrophen-Saison zurück zum FC Bayern München wechselt, leitet für das unter Schock stehende Bayer-Team die Wende ein. Er foult Marschall im Mittelfeld. Schiedsrichter Bernd Heynemann (Magdeburg) gibt zwar Freistoß, wittert zehn Minuten vor dem Ende aber Zeitspiel und unterbricht nicht. Um eine Behandlung zu ermöglichen, schießt FCK-Libero Miro Kadlec den Ball ins Aus. Der Brasilianer Paulo Sergio pfeift auf das Fair Play. Er gibt den Ball beim Einwurf nicht zu den Kaiserslauterern zurück, wie das handelsüblich ist. Nein, Sergio wirft das Leder zu Torhüter Heinen. Der bringt den Ball – unter den Pfiffen der mehreren Tausend Lautern-Fans im Stadion – noch einmal wuchtig nach vorn. Völler gibt zu: „Das war nicht die feine englische Art.“ Er legt den Ball von links klug zurück auf Mike Rietpietsch. Dessen Distanzschuss aus mehr als 20 Metern kann FCK-Torhüter Andreas Reinke nur zur Seite abwehren. Münch ist zur Stelle, jagt das Ding mit rechts aus fünf Metern ins lange Eck – und hämmert dann jubelnd mit den Fäusten auf den Boden. Erster Gratulant ist Rudi Völler, der den Torschützen gar nicht mehr loslassen will. Auf der Tribüne wuchtet sich Reiner Calmund jubelnd nach oben, während der stille Fußball-Abteilungsleiter Kurt Vossen († 2007) dem Ganzen noch nicht traut.

In diesem Moment aber ist klar: Bayer Leverkusen bleibt erstklassig, Lautern steigt ab. Die Bilder auf Leverkusener Seite sind nicht minder emotional als die Szenen mit den geschlagenen Kaiserslauterern. Rudi Völler muss den völlig ausgepowerten Dirk Heinen auf dem Weg in die Kabine stützen und im TV-Studio seinen Weltmeister-Kollegen Andreas Brehme trösten, der bitterlich weint. „Das war mein Abschiedsgeschenk für Bayer Leverkusen“, sagt Markus Münch draußen indes überglücklich bei Premiere, „ich habe dem Klub sehr, sehr viel zu verdanken.“ Und der Verein ihm. Völler wird später sagen, das wichtigste Tor in der Geschichte von Bayer 04 habe Markus Münch geschossen.

Wie wahr: Mit der Ankunft von Trainer Christoph Daum beginnt zum 1. Juli 1996 eine Zeitenwende in Leverkusen. Auf Anhieb wird der bei vielen Fußballanhängern ungeliebte Werksklub deutscher Vize-Meister, spielt 1997/98 erstmals in der Champions League. Auch 1999 und 2000 ist nur der FC Bayern in der Abschlusstabelle vor der Daum-Elf.

Weise Worte

Zitate für die Ewigkeit

„Wir sind nur die Underducks."

Reiner Calmund, XXL-Manager bei Bayer Leverkusen

„Bei uns kann jeder Spieler eine Rolex tragen, Ferrari fahren und Gucci-Unterhosen tragen. Doch wenn er sich umzieht und spielt, muss er Dreck fressen.“ Reiner Calmund Ex-Geschäftsführer bei Bayer 04 Leverkusen

„Mir liegt zwar einiges auf der Zunge, aber inzwischen überlege ich, bevor ich etwas sage.“ Christoph Daum als Trainer von Bayer Leverkusen

„Lieber eine Nase voll Koks als Berti Vogts.“ Unbekannter Fan zur Verpflichtung von Berti Vogts als Trainer von Bayer Leverkusen

„Calmund wird zu einem Problem"

Bernd Schuster
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Über dieses Projekt

„AKTE BAYER" ist ein Dossier über Bayer 04 Leverkusen. Ziemlich ungerecht, bewusst einseitig — aber mit viel Liebe zum Detail und dem nötigen Respekt.

Teil der Akte Bundesliga-Serie — 18 Club-Dossiers über die Bundesliga-Vereine.

Autoren: Carsten Germann, Thomas Look & Udo Muras
Redaktion: Bilder: Imago Images
Produktion: Marcus Brauer, Denis Tuksar