Schuster verklagt seinen Verein: Als Bernd Schuster 1993 aus Spanien in die Bundesliga zurückkehrt und zu Bayer 04 Leverkusen wechselt, kann man sich beim ,,Werksklub“ sicher sein, den ersten Weltstar der Vereinsgeschichte verpflichtet zu haben. Der gutmütige Bayer-Coach Dragoslav Stepanovic (,,Stepi“) versteht es, den eigenwilligen Ausnahmespieler zu führen. 18 Tor-Beteiligungen in Schusters ersten Saison im Bayer-Dress 1993/94 sprechen für sich.
Wie knallhart der oft so wortkarge ,,blonde Engel“ tatsächlich ist, davon darf man sich bei Bayer ab 1995 ein Bild machen. Als ihn der neue (und alte) Bayer-Coach Erich Ribbeck ab Ende Oktober 1995 erst auf die Bank und dann auf die Tribüne setzt, fordert Schuster per Anwalt einen Stammplatz ein. Daraufhin wirft Leverkusen den Spieler raus, Schuster klagt sich ins Training ein.
Ein langer Rechtsstreit folgt, ein Präzedenzfall ohne Sieger. Auch Ribbeck wird im April 1996 nach nur einem Sieg aus 15 Spielen (!) gefeuert.