Akte Bayer 04 Leverkusen
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Momente Dramatische Wendepunkte

Schuster, Ribbeck und der Bayer-Trümmerhaufen

Der gefeuerte Coach, der klagende Bernd Schuster und ein Interimstrainer Hermann — Leverkusen geht zerrüttet ins Endspiel.

Trotz dieser Fehleinschätzung haben es die Pfälzer noch in der Hand. Ein FCK-Sieg in Leverkusen – und man könnte den Bayer-Klub nach 27 Jahren in die 2. Liga schubsen. Ganz Fußball-Deutschland scheint sich auf die Seite der Gäste aus 1. FC Kaiserslautern geschlagen zu haben, für die das Prädikat des Bundesliga-Dinos, der 33 Jahre dabei gewesen ist, und das Wohl und Wehe einer ganzen Region auf dem Spiel stehen.

Die eher unbeliebten Bayer-Kicker, die bis dahin noch nie besser waren als Platz 5, würde hingegen kaum jemand vermissen. Jedenfalls nicht nach dieser Saison. Bernd Schuster hat den Verein verklagt und fährt Minuten vor dem Anpfiff des Schicksalsspiels mit einem schwarzen Coupé demonstrativ auf seinen alten Spielerparkplatz, direkt vor dem Stadion.

Das zeugt von einem gesunden Selbstbewusstsein des „blonden Engel“, der aber nur ein Problembär bei Bayer ist. Coach Erich Ribbeck, der Schuster aus dem Kader gestrichen hat, ist am Tag der Entscheidung schon weg. Im April 1996 wird „Sir Erich“ nach nur einem Sieg aus 15 Spielen (!) gefeuert, sein Assistent Franz-Peter Hermann betreut Bayer Leverkusen im „Endspiel“ um den Klassenerhalt.

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