Der „Sir“. Der Rheinländer, dem der Boulevard wegen seiner gesetzten Ausdrucksweise („Helmer hat sozusagen Gewicht gemacht – auf Deutsch: Er hat erbrochen“) den Spitznamen „Sir Erich“ verpasst, kommt 1985 zum Bayer-Klub. Ribbeck, zuvor u. a. als Assistent von Bundestrainer Jupp Derwall Vize-Weltmeister 1982, und Trainer der deutschen Olympia-Mannschaft in Los Angeles 1984, betreut Bayer 04 in der Folgezeit in zwei Amtsperioden in insgesamt 171 Pflichtspielen.
Nur Aufstiegstrainer Willibert Kremer (212) und Christoph Daum (185) leiten mehr Spiele der Leverkusener Mannschaft. Ribbeck holt mit Tita den ersten Brasilianer zu Bayer und führt das Team 1987/88 über die Stationen Austrian Wien (5:1 in der Addition), FC Toulouse (2:1), Feyenoord Rotterdam (3:2), FC Barcelona (1:0), Werder Bremen (1:0) und in den Finalspielen gegen Espanyol Barcelona (0:3, 3:0 n. V., 3:2 n. E.) mit dem Gewinn des UEFA-Pokals zum größten internationalen Erfolg der Klub-Historie. Nach Ausflügen als Sportchef des Hamburger SV 1988/89, Repräsentant der Firma Opel und Coach des FC Bayern München (1992/93) übernimmt Ribbeck Bayer Leverkusen 1994 ein zweites Mal.
Die Amtszeit bleibt jedoch erfolglos, Ribbeck muss im April 1996 die Entlassung hinnehmen. Sein Assistent Peter Hermann rettet Bayer vor dem Abstieg. Nach einem mehr als schwachen Comeback als Bundestrainer 1998 bis 2000 zieht sich Ribbeck als Pensionär nach Teneriffa zurück.
Nochmals in Leverkusen sieht man ihn am 33. Spieltag der Saison 2018/19, mit den Legenden aus 40 Jahren Bayer 04 in der Bundesliga.